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Hänninen und Paddon starten in Polen

Hänninen in Polen – Sordo in Goodwood

Hyundai hat die Fahrerpaarungen für den kommenden WM-Lauf in Polen bekanntgegeben. Neben Thierry Neuville wird Juho Hänninen für das Team antreten, dazu kommt Hayden Paddon in einem dritten i20 WRC. Dani Sordo soll unterdessen für Spektakel in Goodwood sorgen.ENTSCHEIDUNG: Weil die Prüfungen der Rallye Polen denen in Finnland ähneln, setzt Hyundai Juho Hänninen ins zweite WerksautoENTSCHEIDUNG: Weil die Prüfungen der Rallye Polen denen in Finnland ähneln, setzt Hyundai Juho Hänninen ins zweite Werksauto

 Auf den schnellen und flüssigen Schotterprüfungen in Polen und Litauen (26. bis 29. Juni)  ist Juho Hänninen für Hyundai erste Wahl, wenn es um die Besetzung des zweiten Werksautos geht. Der Finne bekam den Vorzug gegenüber Dani Sordo. Der Spanier muss sich bis zu seinem nächsten WM-Einsatz eine Weile gedulden und wird zur gleichen Zeit beim Goodwood Festival of Speed Showrunden im i20 WRC drehen.

 In Polen kommt außerdem ein dritter Hyundai zum Einsatz. Hayden Paddon, der auf Sardinien (5. bis 8. Juni) seine Premiere im i20 WRC feiern wird, tritt bei insgesamt sieben WM-Läufen unter dem Teamnamen „Hyundai Motorsport N“ an.

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Hyundai: Kein Interesse an Ogier

Hyundai: Wenig Interesse an Sebastien Ogier

Der Vertrag zwischen Sebastien Ogier und Volkswagen läuft nach drei Jahren aus. Zwar deutet alles auf eine Verlängerung bei den Weltmeistern hin, aber das letzte Wort ist noch nicht gesprochen. Bei Hyundai hat man wenig Interesse an einer Verpflichtung des Franzosen.IM MITTELPUNKT: Der aktuelle VW-Vertrag von Sebastien Ogier läuft am Ende der Saison ausIM MITTELPUNKT: Der aktuelle VW-Vertrag von Sebastien Ogier läuft am Ende der Saison aus

Ohne Zweifel ist Sebastien Ogier der schnellste Fahrer im WM-Zirkus. Auch wenn in Argentinien sein Teamkollege Jari-Matti Latvala ganz oben stand, so gilt der Franzose als nahezu unschlagbar. Mit dem Polo R WRC sitzt der 30-jährige im aktuell besten Auto und liegt nach fünf Läufen fest auf Kurs zu seinem zweiten Titel. Doch nicht nur deshalb erscheint die Verlängerung des aktuellen VW-Vertrags, der im November 2011 unterzeichnet wurde, als reine Formsache, auch das Interesse seitens der Konkurrenz scheint sich in Grenzen zu halten.

 Bei Hyundai will man Thierry Neuville zum kommenden Weltmeister aufbauen und sich nicht ernsthaft um Ogier bemühen, obwohl die Koreaner finanziell dazu in der Lage wären. „Keine Frage, Sebastien Ogier ist toller Fahrer und jedes Team kann glücklich sein, ihn in seinen Reihen zu haben“, sagt Hyundai-Sportchef Michel Nandan. „Wir gehen aber unseren eigenen Weg. Ich bin überzeugt davon, dass wir mit Thierry einen kommenden Weltmeister in unseren Reihen haben.“

 Hyundai plant 2015 mit drei Einsatzautos, zwei davon sollen mit festen Fahrerduos besetzt werden. Allerdings hält man sich im Moment sehr bedeckt und will den Markt gründlich analysieren. Bekäme Neuville im nächsten Jahr einen festen Teamkollegen, dann fände die aktuelle Rotation ein Ende, durch die es hinter den Kulissen kräftig brodelt. Dani Sordo zeigt sich wenig erfreut darüber, dass Rückkehrer Bryan Bouffier Asphalttests fahren soll und sein eigenes Programm nicht wie erhofft ausgebaut wurde. Außerdem ist der Spanier sauer, dass ihm Hyundai den Motorschaden am Samstagmorgen der Rallye Argentinien in die Schuhe schob und der Ölverlust nicht durch einen Fahrfehler entstanden sei, sondern durch Schlampigkeit beim Service.

 Während Hyundai keine echte Option darstellt, könnte möglicherweise Toyota für Ogier interessant werden. Die Toyota Motorsport GmbH setzt die Testarbeit mit dem Yaris WRC so intensiv fort, dass man fast an einen Einstieg im kommenden Jahr glauben kann. Fest steht: Schon in Kürze wird die in Köln beheimatete Motorsporttochter auf echten WM-Strecken testen, um die eigene Konkurrenzfähigkeit zu prüfen. Im Falle eines Falles könnte man sich frühzeitig um den besten Fahrer bemühen, denn die Vergangenheit hat bereits gezeigt: Wenn Toyota einsteigt, dann werden keine halben Sachen gemacht. Diese Vorgehensweise kennt Ogier bereits von seinem derzeitigen Arbeitgeber.