Kategorie-Archiv: WRC

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51 Teams auf Sardinien

Fünfzehn Autos haben für die WRC-Kategorie genannt. Hayden Paddon wird sein Debüt im Hyundai i20 geben. Khalid Al Qassimi und Henning Solberg kehren in einem Citroen DS3 und einem Ford Fiesta RS zum WM-Zirkus zurück, nachdem beide bei der vergangenen Rally Argentina fehlten.

Ebenfalls zurück ist Jaroslav Melicharek. Der Slowake bestreitet in einem Fiesta RS seine erste Rallye seit seinemurn-newsml-dpa-com-20090101-130622-99-03048_large_4_3 (1) Saisonstart in Monte Carlo.

Die WRC2-Kategorie weist mit 26 Teams das stärkste Teilnehmerfeld der Saison  auf. Darunter die Top 4 der WM – Yuriy Protasov, Lorenzo Bertelli, Nasser Al-Attiyah und Karl Kruuda.

Die neuen R5-Autos von Citroen und Peugeot werden erstmals in der WRC2 starten. Der regierende WRC3-Champion Sebastien Chardonnet setzt beim Debüt des neuen Citroen DS3 R5 im Cockpit. Kruuda wechselt von einem Fiesta S2000 zu einem Peugeot 2008 T16.

Das Event von 5. bis 8. Juni startet in Cagliari im Süden der Mittelmeer-Insel. Die Basis ist in Alghero. Es umfasst 17 Prüfungen und 371,94km.

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Neue Chance für Brasilien & China

Neuer WM-Anlauf in Brasilien und China

Das zähe Ringen um die Ausdehnung der Rallye-Weltmeisterschaft geht weiter. Jetzt gibt es in Brasilien und China erneut Anläufe, um das begehrte Prädikat zu bekommen.NEUE LÄNDER GESUCHT: Vor allem Brasilien, Russland, Indien und China (BRIC) sind bei der FIA als Austragungsorte gefragtNEUE LÄNDER GESUCHT: Vor allem Brasilien, Russland, Indien und China (BRIC) sind bei der FIA als Austragungsorte gefragt

Aktuell steht es 10:3 für Europa. Um dem Titel „Weltmeisterschaft“ gerecht zu werden, will die FIA das Verhältnis in Richtung 7:6 verändern. Das ist leichter gesagt, als getan, denn außerhalb des alten Kontinents lassen sich nur schwer Veranstaltungen finden, die den hohen Ansprüchen der Topliga gerecht werden. Entsprechende Versuche scheiterten in der jüngsten Vergangenheit. Jetzt kommt es erneut zu Anläufen, Brasilien und China als Austragungsorte in die Weltmeisterschaft zu hieven.

 Eine brasilianische Abordnung reiste bereits nach Portugal und setzte die Gespräche in Argentinien fort. Die Pläne der Südamerikaner sind ambitioniert: Noch vor dem Sommer soll der vom Weltverband geforderte Probelauf stattfinden, mit dem man die WM-Tauglichkeit unter Beweis stellt.

 Während die Brasilianer tatsächlich Teil der Rallye-WM 2015 sein könnten, dürfte den Chinesen die Zeit davon laufen. Während im Vorjahr die Überlegungen eine Rallye in der von Peking weit entfernten Region Gansu stattfinden zu lassen, auf wenig Anklang stießen, soll nun eine Veranstaltung in unmittelbarer Nähe der Hauptstadt möglich sein. Allerdings soll diese erst im Spätsommer über die Bühne gehen, womöglich kann die Rallye dann nicht mehr in der Saisonplanung berücksichtigt werden, denn bereits im September will die FIA den Kalender 2015 vorstellen.

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Hänninen und Paddon starten in Polen

Hänninen in Polen – Sordo in Goodwood

Hyundai hat die Fahrerpaarungen für den kommenden WM-Lauf in Polen bekanntgegeben. Neben Thierry Neuville wird Juho Hänninen für das Team antreten, dazu kommt Hayden Paddon in einem dritten i20 WRC. Dani Sordo soll unterdessen für Spektakel in Goodwood sorgen.ENTSCHEIDUNG: Weil die Prüfungen der Rallye Polen denen in Finnland ähneln, setzt Hyundai Juho Hänninen ins zweite WerksautoENTSCHEIDUNG: Weil die Prüfungen der Rallye Polen denen in Finnland ähneln, setzt Hyundai Juho Hänninen ins zweite Werksauto

 Auf den schnellen und flüssigen Schotterprüfungen in Polen und Litauen (26. bis 29. Juni)  ist Juho Hänninen für Hyundai erste Wahl, wenn es um die Besetzung des zweiten Werksautos geht. Der Finne bekam den Vorzug gegenüber Dani Sordo. Der Spanier muss sich bis zu seinem nächsten WM-Einsatz eine Weile gedulden und wird zur gleichen Zeit beim Goodwood Festival of Speed Showrunden im i20 WRC drehen.

 In Polen kommt außerdem ein dritter Hyundai zum Einsatz. Hayden Paddon, der auf Sardinien (5. bis 8. Juni) seine Premiere im i20 WRC feiern wird, tritt bei insgesamt sieben WM-Läufen unter dem Teamnamen „Hyundai Motorsport N“ an.

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Hyundai: Kein Interesse an Ogier

Hyundai: Wenig Interesse an Sebastien Ogier

Der Vertrag zwischen Sebastien Ogier und Volkswagen läuft nach drei Jahren aus. Zwar deutet alles auf eine Verlängerung bei den Weltmeistern hin, aber das letzte Wort ist noch nicht gesprochen. Bei Hyundai hat man wenig Interesse an einer Verpflichtung des Franzosen.IM MITTELPUNKT: Der aktuelle VW-Vertrag von Sebastien Ogier läuft am Ende der Saison ausIM MITTELPUNKT: Der aktuelle VW-Vertrag von Sebastien Ogier läuft am Ende der Saison aus

Ohne Zweifel ist Sebastien Ogier der schnellste Fahrer im WM-Zirkus. Auch wenn in Argentinien sein Teamkollege Jari-Matti Latvala ganz oben stand, so gilt der Franzose als nahezu unschlagbar. Mit dem Polo R WRC sitzt der 30-jährige im aktuell besten Auto und liegt nach fünf Läufen fest auf Kurs zu seinem zweiten Titel. Doch nicht nur deshalb erscheint die Verlängerung des aktuellen VW-Vertrags, der im November 2011 unterzeichnet wurde, als reine Formsache, auch das Interesse seitens der Konkurrenz scheint sich in Grenzen zu halten.

 Bei Hyundai will man Thierry Neuville zum kommenden Weltmeister aufbauen und sich nicht ernsthaft um Ogier bemühen, obwohl die Koreaner finanziell dazu in der Lage wären. „Keine Frage, Sebastien Ogier ist toller Fahrer und jedes Team kann glücklich sein, ihn in seinen Reihen zu haben“, sagt Hyundai-Sportchef Michel Nandan. „Wir gehen aber unseren eigenen Weg. Ich bin überzeugt davon, dass wir mit Thierry einen kommenden Weltmeister in unseren Reihen haben.“

 Hyundai plant 2015 mit drei Einsatzautos, zwei davon sollen mit festen Fahrerduos besetzt werden. Allerdings hält man sich im Moment sehr bedeckt und will den Markt gründlich analysieren. Bekäme Neuville im nächsten Jahr einen festen Teamkollegen, dann fände die aktuelle Rotation ein Ende, durch die es hinter den Kulissen kräftig brodelt. Dani Sordo zeigt sich wenig erfreut darüber, dass Rückkehrer Bryan Bouffier Asphalttests fahren soll und sein eigenes Programm nicht wie erhofft ausgebaut wurde. Außerdem ist der Spanier sauer, dass ihm Hyundai den Motorschaden am Samstagmorgen der Rallye Argentinien in die Schuhe schob und der Ölverlust nicht durch einen Fahrfehler entstanden sei, sondern durch Schlampigkeit beim Service.

 Während Hyundai keine echte Option darstellt, könnte möglicherweise Toyota für Ogier interessant werden. Die Toyota Motorsport GmbH setzt die Testarbeit mit dem Yaris WRC so intensiv fort, dass man fast an einen Einstieg im kommenden Jahr glauben kann. Fest steht: Schon in Kürze wird die in Köln beheimatete Motorsporttochter auf echten WM-Strecken testen, um die eigene Konkurrenzfähigkeit zu prüfen. Im Falle eines Falles könnte man sich frühzeitig um den besten Fahrer bemühen, denn die Vergangenheit hat bereits gezeigt: Wenn Toyota einsteigt, dann werden keine halben Sachen gemacht. Diese Vorgehensweise kennt Ogier bereits von seinem derzeitigen Arbeitgeber.

Latvala siegt in Argentinien

Jari-Matti Latvala und Beifahrer Miikka Anttila haben die Rallye Argentinien gewonnen. Unter den extrem schwierigen Bedingungen während der letzten Prüfungen konnte sich vor allem Mikko Hirvonen hervortun.SIEG: Jari-Matti Latvala gewinnt die Rallye Argentinien und hält das Titelrennen weiter offenSIEG: Jari-Matti Latvala gewinnt die Rallye Argentinien und hält das Titelrennen weiter offen

Selbst die dicke Nebelsuppe, die sich heute morgen über die Ausläufer der Anden verteilte und den Blick über die einmalige Landschaft rund um die Klassiker „Mina Clavero“ und „El Condor“ versperrte, konnte Jari-Matti Latvala nicht aus dem Konzept bringen. Auch dem heftigen Regen, der über die mehr als 2.000 Meter hohen Berge zog und die Strecken in eine Schlammpiste verwandelte, trotze der Finne erfolgreich. Latvala brachte seine Führung souverän ins Ziel und feierte den zehnten WM-Sieg seiner Karriere – möglicherweise ein ganz entscheidender Erfolg. „Die Meisterschaft bleibt weiter offen und für meine mentale Stärke war dieser Sieg enorm wichtig“, sagte der Finne.

Sebastien Ogier sicherte sich zwar wie gewohnt die Bestzeit auf der abschließenden Power-Stage, aber am Gesamtergebnis änderte sich nichts mehr. Argentinien bleibt ein weißer Fleck in der Erfolgskarte des Franzosen. „Jari-Matti hat den Sieg wirklich verdient“, zollte der Weltmeister seinem Teamkollegen Respekt. In der Weltmeisterschaft liegt Ogier mit 112 Punkten weiter vorn, Latvala hat als Zweiter 88 Zähler auf dem Konto. Volkswagen setzte in Argentinien einen neuen Rekord: Neun gewonnene Veranstaltungen in Folge – damit haben die Wolfsburger sogar die bisherige Bestmarke von Citroën übertroffen. Die Franzosen hatten 2011 acht Erfolge am Stück eingefahren.

Den möglichen Dreifacherfolg von Volkswagen verhinderte Citroën-Pilot Kris Meeke, der auf den letzten vier Prüfungen der Rallye Argentinien auf Nummer sicher ging und den dritten Platz fast schon nach Hause trug. „Ein Erfolg für das Team, das nach Portugal noch immer volles Vertrauen in mich hatte“, so der Nordire. Andreas Mikkelsen konnte im dritten Polo R WRC zwar den Rückstand auf Meeke weiter verkürzen, doch am Ende fehlten 23 Sekunden zum letzten Podiumsplatz.

Während Mikkelsen durch die Technik seines Autos eingebremst wurde, hatte sich Mikko Hirvonen am Freitagmorgen durch einen Fahrfehler um alle Chancen gebracht. Was möglich gewesen wäre, zeigte der Ford-Routinier am heutigen Sonntag, als er sich wagemutig in die dicken Nebelschwaden stürzte und beeindruckende Zeiten ablieferte. Während die restlichen Piloten ihre Positionen sicherten, setzte Hirvonen (“Nebel? Mir doch egal!”) alles auf eine Karte und holte drei Bestzeiten in Folge. Ein versöhnlicher Abschluss für seine Rallye Argentinien, die er als Neunter beendete.

Bester Ford-Pilot wurde Robert Kubica, der sich ausgerechnet bei einer der anspruchsvollsten Rallyes der vergangenen Monate keinen Schnitzer erlaubte und hinter Thierry Neuville (Hyundai) den sechsten Rang belegt.

Den Sieg in der WRC2 sicherte sich Nasser Al-Attiyah, der in Südamerika schon die Dakar gewinnen konnte. „Aber das heute war schlimmer als die Dakar. Die Strecken hatten es wirklich in sich“, sagte der Katari, der die Konkurrenz um mehr als sechs Minuten hinter sich ließ.