Kategorie-Archiv: News

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Hyundai: Kein Interesse an Ogier

Hyundai: Wenig Interesse an Sebastien Ogier

Der Vertrag zwischen Sebastien Ogier und Volkswagen läuft nach drei Jahren aus. Zwar deutet alles auf eine Verlängerung bei den Weltmeistern hin, aber das letzte Wort ist noch nicht gesprochen. Bei Hyundai hat man wenig Interesse an einer Verpflichtung des Franzosen.IM MITTELPUNKT: Der aktuelle VW-Vertrag von Sebastien Ogier läuft am Ende der Saison ausIM MITTELPUNKT: Der aktuelle VW-Vertrag von Sebastien Ogier läuft am Ende der Saison aus

Ohne Zweifel ist Sebastien Ogier der schnellste Fahrer im WM-Zirkus. Auch wenn in Argentinien sein Teamkollege Jari-Matti Latvala ganz oben stand, so gilt der Franzose als nahezu unschlagbar. Mit dem Polo R WRC sitzt der 30-jährige im aktuell besten Auto und liegt nach fünf Läufen fest auf Kurs zu seinem zweiten Titel. Doch nicht nur deshalb erscheint die Verlängerung des aktuellen VW-Vertrags, der im November 2011 unterzeichnet wurde, als reine Formsache, auch das Interesse seitens der Konkurrenz scheint sich in Grenzen zu halten.

 Bei Hyundai will man Thierry Neuville zum kommenden Weltmeister aufbauen und sich nicht ernsthaft um Ogier bemühen, obwohl die Koreaner finanziell dazu in der Lage wären. „Keine Frage, Sebastien Ogier ist toller Fahrer und jedes Team kann glücklich sein, ihn in seinen Reihen zu haben“, sagt Hyundai-Sportchef Michel Nandan. „Wir gehen aber unseren eigenen Weg. Ich bin überzeugt davon, dass wir mit Thierry einen kommenden Weltmeister in unseren Reihen haben.“

 Hyundai plant 2015 mit drei Einsatzautos, zwei davon sollen mit festen Fahrerduos besetzt werden. Allerdings hält man sich im Moment sehr bedeckt und will den Markt gründlich analysieren. Bekäme Neuville im nächsten Jahr einen festen Teamkollegen, dann fände die aktuelle Rotation ein Ende, durch die es hinter den Kulissen kräftig brodelt. Dani Sordo zeigt sich wenig erfreut darüber, dass Rückkehrer Bryan Bouffier Asphalttests fahren soll und sein eigenes Programm nicht wie erhofft ausgebaut wurde. Außerdem ist der Spanier sauer, dass ihm Hyundai den Motorschaden am Samstagmorgen der Rallye Argentinien in die Schuhe schob und der Ölverlust nicht durch einen Fahrfehler entstanden sei, sondern durch Schlampigkeit beim Service.

 Während Hyundai keine echte Option darstellt, könnte möglicherweise Toyota für Ogier interessant werden. Die Toyota Motorsport GmbH setzt die Testarbeit mit dem Yaris WRC so intensiv fort, dass man fast an einen Einstieg im kommenden Jahr glauben kann. Fest steht: Schon in Kürze wird die in Köln beheimatete Motorsporttochter auf echten WM-Strecken testen, um die eigene Konkurrenzfähigkeit zu prüfen. Im Falle eines Falles könnte man sich frühzeitig um den besten Fahrer bemühen, denn die Vergangenheit hat bereits gezeigt: Wenn Toyota einsteigt, dann werden keine halben Sachen gemacht. Diese Vorgehensweise kennt Ogier bereits von seinem derzeitigen Arbeitgeber.

Citroën: Tannert und Knof in Sachsen vorn

Bei der Sachsen-Rallye konnten sich Julius Tannert/Jennifer Thielen (Division RC3) sowie Philipp Knof/Anne Katharina Stein (Division RC5) jeweils den Sieg im dritten Saisonlauf der Citroën Racing Trophy sichern.

Der 23-jährige Julius Tannert, Gewinner der letztjährigen Citroën DS3 R1 Trophy, war bei seiner Heimveranstaltung als klarer Favorit in der Wertung der R3-Fahrzeuge gestartet. Doch es war der 19-jährige Belgier Romain Delva, der bei seinem erst zweiten Rallye-Einsatz die erste Bestzeit fuhr. Auf der zweiten Wertungsprüfung konnte Lokalmatador Tannert jedoch kontern und sich mit einer Bestzeit von 14,8 Sekunden an die Spitze des Feldes setzen – eine Führung, die der Sachse mit insgesamt neun von elf möglichen Bestzeiten bis zum Ende der Rallye nicht mehr abgab.

 Einen harten Kampf um Rang zwei lieferten sich die beiden Fahrer-Duos Romain Delva/Gilles Robert sowie Ronny Foxius/Luc Arend. Letztlich sicherten sich Delva/Robert mit einem Vorsprung von zwölf Sekunden den zweiten Platz in der Division RC3.

 Philipp Knof mit zweitem Sieg

 In der Division RC5 legte das Duo Markus Schulz/Sebastian Schulz einen furiosen Start hin und lag nach der ersten Wertungsprüfung 1,4 Sekunden vor den Gewinnern des ersten Saisonlaufes Philipp Knof/Anne Katharina Stein. Doch Knof/Stein konterten bereits bei der zweiten Wertungsprüfung und setzten sich mit ihrem Citroën DS3 R1 an die Spitze des Feldes. Diese Führung gaben sie bis zum Ende der Rallye nicht mehr ab, mussten hierbei jedoch hart kämpfen, da die Konkurrenz auf Schlagdistanz blieb. Schulz/Schulz sicherten sich Rang zwei. Auch Lukas Meter/Tom Engel wussten mit zwei Bestzeiten zu überzeugen, schieden jedoch bei der neunten Wertungsprüfung nach einem technischen Defekt aus.

 Auf dem dritten Platz landeten Maik Lobstein/Alexander Hirsch vor Friedrich Schwamm/Gino Kruhs, Torben Nebel/Nathalie Solbach-Schmidt sowie Michael Wolters/Heiner Habekost. Das Trophy-interne Damenduell in Sachsen konnten Tina Wiegand/Christian Laun mit einem hauchdünnen Vorsprung von 0,4 Sekunden vor Eve Wallenwein/Anna Weyand für sich entscheiden.

 In der Gesamtwertung führen nach drei Saisonläufen Knof/Stein (60 Punke) vor Lobstein/Hirsch (58 Punkte) und Schwamm/Kruhs (39 Punkte).

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Jänner Rallye eröffnet EM-Saison 2015

Jänner-Rallye läutet als EM-Saison 2015 ein

Die Jänner-Rallye bleibt auch im kommenden Teil der Europameisterschaft und läutet frühzeitig die Saison 2015 ein.EM-AUFTAKT: Mit der Jänner-Rallye beginnt auch 2015 die neue SaisonEM-AUFTAKT: Mit der Jänner-Rallye beginnt auch 2015 die neue Saison

Die Abschlussberichte der diesjährigen Jänner-Rallye sorgen für zufriedene Gesichter im Mühlviertel. Im FIA-Observer-Bericht wurden besonders die Sicherheitsmaßnahmen sehr positiv bewertet, die hervorragende Zusammenarbeit mit den lokalen Organisationen, das enorme Zuschauerinteresse und das sehr attraktive Rahmenprogramm in der Messehalle in Freistadt. Zufriedenstellend für die Organisatoren war auch die finanzielle Situation, so dass es möglich war, einen Teil der Verluste aus dem Jahr 2013 einbringlich zu machen. Die finanzielle Absicherung der nächstjährigen Auflage der Jänner-Rallye ist nach Aussage der Veranstalter derzeit zu 80 Prozent gegeben. Momentan ist man daher hauptsächlich bemüht, die noch fehlenden 20 Prozent abzusichern.

 Früher Auftakt mit Silvesterparty

 Für das Jahr 2015 hat man den Termin von 2. bis 4. Januar gewählt. Dies natürlich vorbehaltlich der Genehmigung durch die FIA und durch die OSK. Für diesen Fall plant man erstmals eine große Rallye-Silvesterparty in der Freistädter Messehalle, in die alle Teilnehmer der Rallye eingebunden werden sollen.

 Die Rallye wird wieder als erster Lauf zur Europameisterschaft zählen und natürlich als erster Lauf zur österreichischen Meisterschaft. In Tschechien hat man noch keine Entscheidung darüber getroffen, ob man die Jänner-Rallye als Auftakt nutzt. Erst im Sommer soll darüber beraten werden.

 Rein sportlich wird man die bisherige Streckenführung der Rallye beibehalten, kleine Veränderungen wird man voraussichtlich bei ein bis zwei Prüfungen vornehmen. Derzeit werden vom Rallyeclub Mühlviertel die Unterlagen für die behördliche Genehmigung des Events vorbereitet.

 In den nächsten Wochen wird auch eine Umstrukturierung des Vereinsvorstandes des Rallye Clubs Mühlviertel erfolgen, danach wird man die Organisationsstruktur für die Jänner-Rallye 2015 bekannt geben.

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Zeltner gewinnt Sachsenrallye

Zeltners gewinnen vor Dobberkaus

Nach einigen Führungswechseln zu Beginn der Rallye sicherten sich Ruben und Petra Zeltner ihren dritten Gesamtsieg in Sachsen. Sie verwiesen Olaf und Alexandra Dobberkau, sowie Maik Stölzel und Thomas Windisch auf die weiteren Podiumsplätze.SIEG: Ruben und Petra Zeltner setzen ihre Erfolgsserie im neuen Porsche 911 GT3 fortSIEG: Ruben und Petra Zeltner setzen ihre Erfolgsserie im neuen Porsche 911 GT3 fort

 Bereits nach dem erstmals ausgetragenen Qualifying am Freitagabend wurde klar: Das Duell um den Sieg würde zwischen den Ehepaaren Dobberkau und Zeltner ausgetragen werden. Dobberkau, der sich die Spitzenposition setzte, dominierte die erste Prüfung in Hirschfeld, bevor Zeltner auf seiner Heimstrecke konterte. So wechselte die Führung auf den ersten vier Prüfungen bereits drei Mal, bevor Zeltner ab WP4 davon zog. Gemeinsam mit Ehefrau Petra gewinnt er die diesjährige Sachsen-Rallye.

 „Es war ein spannendes Duell mit Olaf, das ab der Hälfte der Veranstaltung einen glücklicheren Verlauf für uns nahm. Es ist ein tolles Gefühl ein drittes Mal bei dieser starken Konkurrenz hier zu gewinnen – und es hat tierisch viel Spaß gemacht“, so Zeltner im Ziel. Dobberkau zeigte sich als fairer Verlierer. „Glückwunsch an Ruben, er hat hier sicherlich einen tollen Job gemacht. Bis zur Halbzeit konnten wir sicherlich mitgehen, hatten dann am Nachmittag allerdings nicht die beste Abstimmung für die Prüfungen gefunden. Da wir morgen noch an einem Bergrennen teilnehmen, wollten wir auf den letzten Prüfungen auch nicht mehr alles riskieren“, sagte der Schleusinger.

 Mit Maik Stölzel und Rainer Noller landen auch auf den Plätzen drei und vier Porsche-Piloten. „Ich hatte mir einen Podiumsplatz vorgenommen und bin total glücklich, dass es bei uns so gut funktioniert hat. Es war toll vor dieser heimischen Kulisse unterwegs zu sein“, freute sich Lokalmatador Stölzel über sein Ergebnis.

 Ebenfalls zufrieden kam Julius Tannert ins Ziel, der im Citroën DS3 R3T seine Cup-Kollegen Romain Delva und Ronny Foxius deutlich auf die Plätze verwies. „Es war eine super Veranstaltung für uns. Ich bin überglücklich“, jubelte Tannert. Eine Stufe tiefer sicherte sich Topfavorit Philipp Knof den Sieg in der R1-Wertung der Citroën-Trophy. Markus Schulz wurde vor Maik Lobstein Zweiter.

 Neben der Citroen Racing Trophy war die AvD-Sachsen-Rallye auch ein Lauf zur Internationalen Trabant Rallye Meisterschaft (ITRM), die Mike Knorn für sich entschied.

 Jetzt gewinnt Rallye 200

 Nach anfänglichen Schwierigkeiten, den passenden Rhythmus zu finden, kamen Werner Jetzt  und Beifahrerin Ramona Kees immer besser in Fahrt. Bei trockenen Pisten spielten sie gekonnt die Gewichtsvorteile ihres Fiat 131 Abarth gegen die Allradkonkurrenz aus. „Es war zu Beginn nicht ganz einfach in die Rallye zu kommen, aber dann lief es für uns immer besser. Dass es noch zu einem Gesamtsieg reicht, hätte ich nicht gedacht“, so Werner Jetzt. Als Zweite kam Rudi Reindl im Mitsubishi Lancer an. „Wir hatten zum Ende der Rallye noch ein technisches Problem. Daher sind wir überhaupt froh noch mit dieser Platzierung im Ziel zu sein“, so Reindl. Raphael Ramonat blieb hinter den eigenen Erwartungen zurück und musste sich mit dem dritten Rang zufrieden geben. „Klar wollte ich hier gewinnen, aber irgendwie sollte es nicht sein“, meinte Ramonat.

 Ergebnis Sachsen-Rallye 2014

01. Zeltner/Zeltner, Porsche 911 GT3 51:07,9 Min.

02. Dobberkau/Dobberkau, Porsche 911 GT3  +1:21,2

03. Stölzel/Windisch, Porsche 911 GT3 +2:04,3

04. Noller/Kopczyk, Porsche 911 GT3 +2:28,5

05. Tannert /Thielen, Citroën DS3 R3T+3:43,6

06. Delva/Robert, Citroën DS3 R3T +5:22,3

07. Foxius /Arend, Citroën DS3 R3T +5:34,4

08. Linnbach/Linnbach, Porsche 911 GT3 +5:41,2

09. Macht/Hug, Mitsubishi Lancer Evo 6 +5:57,2

10. Kunstmann/Langer, Mitsubishi Lancer Evo 7 +7:16,2